Heilsamer Schock
Ich weis, diesen Artikel sollte ich eigentlich per Passwort schützen, allerdings habe ich mich bewusst dazu entschieden das hier offen zu schreiben.
Die Situation hat sich weiter zugespitzt. Eine Entscheidung zu treffen ist eine Sache, sie dann aber auch in die Tat umzusetzen eine ganz andre… und genau da hapert es bei mir.
Ich dachte ich würde noch 6 Wochen so durchhalten können, ohne einen extremen psychischen Absturtz zu erleben. Da habe ich mich allerdings ganz gewaltig verschätzt. Als Folge hatte ich gestern die Gelegenheit einen Krankenwagen mal wieder von innen zu sehen, während ich mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Kreiskrankenhaus Mühldorf gefahren wurde. Mein Verdacht, es handle sich nur um eine extreme Panikattacke hatte sich dann allerdings bestätigt. Nach ein paar Stunden konnte ich das Krankenhaus schon wieder verlassen. Auf eigene Verantwortung zwar, allerdings war das Risiko, dass es sich wirklich um eine ernsthafte Herzerkrankung handelt minimalst gering.
Nunja… eine Erkrankung des Herzens kann vieles sein… und dazu zähle ich auch Herzschmerz aufgrund von Liebeskummer, Angst, Veränderrungen und auch das Gefühl bei selbst auferlegten Verantwortungen zu versagen.
Das war es, was mein Herz gestern aus dem Tritt gebracht hatte… und es war in gewisser Weise ein heilsamer Schock. Ich muss etwas tun.. etwas unternehmen um die Situation zu ändern, aus dem Albtraum aufzuwachen. Viel ist es nicht, was ich selber tun kann, ohne daran komplett zu zerbrechen, aber eines konnte ich tun: um Hilfe rufen. Die Hilfe annehmen, die mir schon so lange angeboten wurde.
Nun sind es nur noch wenige Tage, die allerdings auch ganz sicher nicht leicht werden… denn ich weis was kommen wird… und das wird äusserst hart… für alle.
Aber es ist eine Chance für einen Neuanfang… ein neuer Start ins Leben.. mit vielen Veränderrungen aber der möglichkeit eines Lichts am Horizont das Positives verspricht.

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